|
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Rassenamen laut FCI: Berger Blanc Suisse,
(Weißer Schweizer Schäferhund)
Alte Rassebezeichnung: Amerikanisch Canadisch (AC) Weißer
Schäferhund
Seit Juni 1991 in der Schweiz als neue Rasse im Anhang des Schweizerischen Hundestammbuches SHSB
geführt.
Seit 22.11.2002 auch in der FCI/ VDH in Deutschland anerkannt. Siehe FCI Standart weiter unten.
Der Berger Blanc Suisse hat sich inzwischen sowohl anatomisch, als auch wesensmäßig von seinen deutschen Vorfahren entfernt, er ist etwas leichter als der Deutsche Schäferhund bei einer Größe von bis zu 66 cm bis 40 kg und hat nicht dessen abfallenden Rücken.
Verwendung
Familien- und Begleithund mit ausgesprochener Kinderliebe, aufmerksamer Wächter, freudiger
und gelehriger Arbeitshund, Schutz- und Gebrauchshund.
FCI Standard Nr. 347/ 18.12.2002 / D
WEISSER SCHWEIZER SCHÄFERHUND
(Berger Blanc Suisse)
URSPRUNGSLAND: Schweiz
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES in der FCI 26.11.2002
Verwendung
Familien- und Begleithund mit ausgesprochener Kinderliebe, aufmerksamer Wächter, freudiger und gelehriger Arbeitshund.
KLASSIFIKATION F.C.I.:
Gruppe 1 - Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1 - Schäferhunde Ohne Arbeitsprüfung
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
In Amerika und Kanada konnten sich weisse Schäferhunde allmählich zu einer eigenständigen
Rasse entwickeln. Anfangs der 70-er Jahre wurden die ersten Tiere in die Schweiz importiert.
Der amerikanische Rüde "Lobo", geboren am 05. März 1966, kann als Stammvater der Rasse in der
Schweiz angesehen werden. Aus Verbindungen mit diesem in der Schweiz registrierten Rüden sowie
weiteren Importhunden aus den USA und Kanada wurden die Weissen Schäferhunde allmählich über ganz
Europa verbreitet, wo sie heute, über Generationen rein gezüchtet, in grosser Zahl leben.
Deshalb werden diese Hunde seit Juni 1991 in der Schweiz als neue Rasse im Anhang des
Schweizerischen Hundestammbuches (SHSB) geführt.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Kräftiger, gut bemuskelter, mittelgrosser, stehohriger, stockhaariger oder langstockhaariger
weisser Schäferhund von gestrecktem Format, mittelschwerem Knochenbau und eleganten, harmonischen
Körperumrissen.
WICHTIGE PROPORTIONEN:
Mässig langes Rechteckformat.
Verhältnis Rumpflänge (von der Bugspitze zum Sitzbeinhöcker gemessen) zu Widerristhöhe - 12 : l0
Die Distanz vom Stop bis zum Nasenschwamm ist geringfügig grösser als die vom Stop bis zum Hinterhaupthöcker.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN):
Temperamentvoll, nicht nervös, aufmerksam und wachsam; gegenüber Fremden gelegentlich etwas
zurückhaltend, niemals ängstlich oder aggressiv.
KOPF:
Kräftig, trocken und fein modelliert, zum Körper passend. Von oben und von der Seite gesehen
keilförmig. Die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang sind parallel.
OBERKOPF:
Schädel: Nur wenig gewölbt, angedeutete Mittelfurche.
Stop: Geringfügig ausgeprägt, aber deutlich erkennbar.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschamm: Mittelgross; schwarzes Pigment erwünscht, Wechselnase und aufgehellter Nasenschwamm
zulässig.
Fang: Kräftig und im Verhältnis zum Schädel mässig lang; Nasenrücken und untere Fanglinie gerade,
zur Nase hin leicht zusammenlaufend.
Lippen: Trocken, gut anliegend, möglichst vollständig schwarz.
Kiefer/Zähne: Kräftiges und vollständiges Scherengebiss, wobei die Zähne senkrecht im Kiefer
stehen sollen.
Augen: Mittelgross, mandelförmig, leicht schräg eingesetzt; Farbe braun
bis dunkelbraun; Lider gut anliegend; schwarze Lidränder erwünscht.
Ohren: Hoch angesetzte, gut aufrecht getragene, parallel nach vorn gerichtete grosse Stehohren
in Form eines länglichen, oben leicht abgerundeten Dreiecks.
HALS:
Mittellang, gut bemuskelt und harmonisch auf den Körper aufgesetzt; keine Wammenbildung;
die elegant geschwungene Nackenlinie verläuft ohne Unterbrechung vom mässig hoch getragenen
Kopf bis zum Widerrist.
KÖRPER:
Kräftig, muskulös, mittellang.
Widerrist: Betont.
Rücken: Horizontal, fest.
Lenden: Stark bemuskelt.
Kruppe: Lang und von mittlerer Breite, zum Rutenansatz sanft abfallend.
Brust: Nicht zu breit, tief, (ca. halbe Widerristhöhe), bis zu den Ellenbogen reichend; ovaler,
weit nach hinten reichender Brustkorb, deutliche Vorbrust.
Bauch und Flanken: Straffe, schlanke Flankenpartie; Bauchlinie leicht aufgezogen.
RUTE:
Rundum buschig behaarte Säbelrute, die sich zur Spitze hin verjüngt; eher tief angesetzt,
mindestens bis zum Sprunggelenk reichend; in Ruhe hängend oder im unteren Drittel leicht
aufgebogen; in der Bewegung höher, aber nie über der Rückenlinie getragen.
GLIEDMASSEN:
Kräftig, sehnig, mittelschwer.
VORDERHAND:
Von vorne gesehen gerade; nur mässig breiter Stand; von der Seite gesehen gut gewinkelt.
Schulter: Langes und gut schräg gestelltes Schulterblatt; gute Winkelung; ganze Schulterpartie
stark bemuskelt.
Oberarm: Von genügender Länge, stark bemuskelt.
Ellenbogen: Gut anliegend.
Unterarm: Lang, gerade, sehnig.
Vordermittelfuss: Fest und nur wenig schräg gestellt.
HINTERHAND:
Von hinten gesehen gerade und parallel, nicht zu breit stehend; von der Seite gesehen gut
gewinkelt.
Oberschenkel: Mittellang, mit starker Bemuskelung.
Unterschenkel: Mittellang, schräg, mit festen Knochen und gut bemuskelt.
Sprunggelenk: Kräftig, gut gewinkelt.
Hintermittelfuss: Mittellang, gerade, sehnig. Afterkrallen sollten entfernt sein
(ausser in den Ländern, in welchen die Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist).
Pfoten: Oval, hinten etwas länger als vorn; Zehen dicht aneinander-liegend und gut gewölbt;
feste, widerstandsfähige, schwarze Ballen; dunkle Krallen erwünscht.
GANGWERK:
Rhythmischer Bewegungsablauf, gleichmässig zügig und ausdauernd; weit ausgreifender Vortritt
und kraftvoller Schub; im Trab raumgreifend und leichtfüssig.
HAUT:
Ohne Falten, dunkel pigmentiert.
HAARKLEID:
Haar: Mittellanges, dichtes, gut anliegendes Stockhaar oder Langstockhaar; reichliche Unterwolle
überdeckt von kräftigen, geraden Grannen; Fang, Gesicht, Ohren und Vorderseite der Läufe sind
kürzer behaart; am Nacken und an der Rückseite der Läufe etwas länger. Leicht gewelltes, hartes
Haar zulässig.
FARBE:
Weiss.
GRÖSSE UND GEWICHT:
Widerristhöhe: Rüden 60 - 66 cm, Hündinnen 55 - 61 cm
Gewicht: Rüden ca. 30 - 40 kg. Hündinnen ca. 25 - 35 kg.
Typvolle Hunde dürfen wegen leichter Unter- oder Übergrosse nicht ausgeschlossen werden.
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten ist als Fehler anzusehen, dessen Bewertung in
genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
LEICHTE FEHLER:
Schwache Wildfärbung (schwache gelbliche oder lohfarbene Schattierung) an Ohrenspitzen;
Rücken und Oberseite der Rute
Fleckige Pigmentverluste an Nasenschwamm, Lippen und/oder Lidrändern
SCHWERE FEHLER:
Plumpe Erscheinung, zu kurzes Gebäude (quadratisches Format)
Mangelndes Geschlechtsgepräge
Fehlen von mehr als zwei PM1. Die M3 werden nicht berücksichtigt
Hängeohren, Kippohren, Knickohren
Stark abfallende Rückenlinie
Ringelrute, Knickrute, Hakenrute, Kipprute
Weiches, seidiges Deckhaar; wollig, lockig, nicht am Körper anliegend;
ausgesprochenes Langhaar ohne Unterwolle
Deutliche Wildfärbung (deutliche, gelbliche oder lohfarbene Verfärbung) an Ohrspitzen,
Rücken und Oberseite der Rute
AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
Ängstlichkeit, Aggressivität
Ein Auge oder beide Augen blau, hervortretendes Auge
Entropium, Ektropium
Vor- und Rückbiss, Kreuzbiss
Völliger Pigmentverlust an Nasenschwamm, Lippen und/oder Lidrändern
Völliger Pigmentverlust an Haut und Ballen
Albinismus
N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig
im Hodensack befinden.
Dieser Text haben wir von der Homepage der Zuchtstätte Terra Luna
nach oben
|